Luca für Texas

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Zwei Monate lang war Luca jetzt als Schülerpraktikant bei Vier für Texas. Der 19-Jährige geht auf das Internat für Wirtschaft und Verwaltung in Hochheim. Wir haben ihn gefragt, was er bei uns erlebt hat und ob er nochmal wiederkommt.

Luca, jetzt warst Du zwei Monate bei uns. Wie kamst Du nach Texas?

Luca Die Idee hatte Stefan Kaczmarek, das ist der Gründer der Essknete. Er ist ein Freund unserer Familie und ich habe ihn getroffen, als ich in den Osterferien in der Gaststätte meiner Eltern in Idstein ausgeholfen habe. Ich wollte nämlich gerne mein Schülerpraktikum in einer Werbeagentur machen. Aber langsam wurde es echt eng, weil ich viele Absagen bekommen habe. Stefan schlug vor, dass ich mich bei Vier für Texas bewerben soll. Und das hat dann ja auch geklappt!

Du hast vorher viele Absagen bekommen? Warum?

Luca Nun ja, so genau weiß ich das nicht. Ich denke, dass es vielleicht damit zusammenhängt, dass ich behindert bin. Das wirkt so, als ob ich mehr Aufmerksamkeit oder Betreuung brauche – und ist vielleicht für Unternehmen erstmal ein Hindernis.

Was ist das für eine Krankheit? Schränkt sie Dich sehr ein?

Luca Schon ein wenig. Meine Krankheit heißt Friedreich-Ataxie. Im Prinzip ist das ist eine degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Ich bin aber fit und mein Kopf funktioniert prima (lacht). Und während meines Praktikums konnte ich nicht nur viel machen, sondern habe auch einiges gelernt. Zum Beispiel die Arbeit mit Adobe Illustrator, das war komplett neu für mich. Adobe Photoshop kannte ich zwar schon vorher, da hatte ich mir selber einiges beigebracht. Aber auch hier habe ich viel gelernt.

Wie sieht denn Dein Alltag aus, wenn Du nicht bei Texas bist?

Luca Ich lebe in einem Internat in Hochheim. Einmal im Monat kann ich nach Hause zu meinen Eltern und meiner Schwester. Ich habe den Traum, die Realschule fertig zu machen. Das schaffe ich auch! Dann würde ich gerne die Fachoberstufe anstreben. Wenn das alles so klappt, bin ich im Sommer 2016 fertig.

Und dann?

Luca Dann würde ich gerne Webdesign studieren! Früher wollte ich gerne Tierpfleger werden. Ich habe dann ein Praktikum bei einer Hundepflege-Station gemacht ­– aber das wird leider nichts, weil ich das körperlich nicht mehr schaffe. Wenigstens habe ich zuhause zwei Hunde, Scooter und Nelson, um die ich mich kümmern kann.

Was machst Du sonst in Deiner Freizeit – irgendwelche Hobbies?

Luca Klar! Ich fahre zum Beispiel gerne Liegerad. Mir hat aber auch das wöchentliche Boxtraining mit den Kollegen von Vier für Texas super gefallen. Da war ich ein Mal dabei. Der Trainer war zwar ganz schön hart, aber es war sicher einer der besten Erfahrungen in meinem Praktikum! Ach so, und ich schreibe und fotografiere sehr gerne für meinen eigenen Blog bildundzeichnungen.wordpress.com. Den habe ich während meiner Zeit bei Vier für Texas auch weiterentwickelt. Wir haben zum Beispiel die Kategorie „Liebesbilder“ in „Bilder mit Herz“ umbenannt. Klingt besser, oder? (lacht)

Ja schon…

Luca Das sind halt die Kleinigkeiten die die Texaner mir gezeigt haben!

Wie hast Du denn Vier für Texas so erlebt?

Luca Spaßig!

Spaßig?

Luca Ganz klar spaßig und hilfsbereit. Einer der Kreativen, Amine, kam direkt zu mir und hat mir alles erklärt. Auch die anderen Teams haben mir toll geholfen und mich sogar in Meetings und Kundengespräche einbezogen. Ich habe an Projekten mitgearbeitet habe sogar eine eigene Visitenkarte bekommen. Außerdem haben mich die Kollegen auf den Markt mitgenommen. Der findet dienstags und donnerstags im Bahnhofsviertel statt. Das war wirklich toll!

Wie hast Du das Bahnhofsviertel so empfunden?

Luca Ich find’s mittlerweile normal. Ich kannte es aber auch vorher nicht, da ich ja nicht von hier komme.

Wenn Du mit Deinem Studium fertig und Webdesigner bist: Welchen Etat würdest Du gerne betreuen?

Luca Samsung wäre toll, weil ich mich sehr gut mit Handys auskenne! (lacht) Aber die Zeit war zu kurz, alle Kunden und Projekte kennenzulernen. Wenn ich mir allerdings etwas aussuchen könnte, dann würde ich so gerne mehr für die Essknete arbeiten, weil Stefan Kaczmarek und seine Stiftung mich so unterstützt haben mit dem Praktikumsplatz – dafür würde ich mich gerne bei ihm bedanken!

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